Installation auf Trapezblech
Die Installation der Solarmodule auf Trapezblechdächern
(sämtliche Arbeiten sind grundsätzlich durch eine Fachkraft auszuführen gemäß anerkanntem technischem Regelwerk. Es sind aktuelle Normen zu berücksichtigen z.B. DIN 1055 Lastannahme für Bauten, DIN1052-2 Holzbauwerk, BGV A2: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel)
 

Vorbereitende Überlegungen:


  • Welche Art der Befestigung?

    Folgende Installationsarten sind für die Installation der Photovoltaikmodule auf Trapezblech möglich

    1. Installation mit Stockschraube: Weitergehende Informationen finden Sie im Bereich Tips&Know How "Installation auf Welldach"

    2. Die Direktbefestigung auf dem Trapezblech:
    Bei der Direktbefestigung wird die Aluschiene direkt auf dem Trapezblech befestigt. Hier arbeitet man üblicherweise nur mit kurzen Schienenstücken. Durchgehende Schienen sind für diese Anwendung nicht zielführend, da die einwirkende Kraft direkt in das Trapezblech abgetragen wird. Das Schienenmaterial zwischen den Modulen ist aus statischer Sicht "totes" Material. Zudem arbeiten durchgehende Aluprofile aufgrund des unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizientes gegenüber dem Stahlblech permanent gegeneinander, was zu Materialspannungen führt.

    Vorteile dieser Befestigungsart: Kostengünstig. Sehr schnell zu montieren.

    Nachteil: Die Last wird über das Trapezblech abgetragen. Bei Trapezblechen mit ausreichender Dicke von 0,63mm oder mehr im allgemeinen kein Problem. Schwieriger wird es bei sehr dünnen Blechen oder bei Sandwichblechen, da hier die Oberschale sich lösen könnte.

    Wir bieten Trapezblechbrücken sowohl für die Quermontage der Module aus auch für die Hochkantmontage.

  • Welche Bohrschraube für die Befestigung auf Trapezblech?

    Wir empfehlen die Bohrschrauben mit Bohrspitze. Hier wird das Material nicht gefräst, sondern verdrängt. Durch die Materialverdrängung bildet sich ein Kragen in den das Gewinde geschnitten wird. Hierzu gehört unsere Reisser Dünnblechschraube Art. #19457.

    Vorteil: Es fallen nahezu keine Späne an. Späne können zu Korrosion des Trapezbleches führen (Fremdkorrosion). Sehr guter Halt durch Ausbildung des Kragens.

    Bei dieser Schraube ist zu beachten, dass diese eher schwer durch dickere Materialen wie Aluminium getrieben werden kann. Es empfiehlt sich daher das Aluminiumprofil vorzubohren um ein Abreissen der Schrauben zu vermeiden.

    Bei gewerbliche Projekte wird für nicht genormte Schrauben eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung gefordert. Unsere Reisser Bohrschauben (Art. #19457) verfügen über diese Zulassung.

    Abdichtung zwischen Schiene und Trapezblech

    Grundsätzlich gehört ein EPDM Dichtband unter das Alu Trapezblechprofil. Bei unserem Artikel 1417 und 1418 ist dieses bereits aufgebracht. Bei den anderen Profilen muss es nachträglich aufgeklebt werden (unser Art. #1953, EPDM Sichtband einseitig klebend). Es ist ausreichend, das EPDM Dichtband im Bereich der Hochsicken aufzubringen. Unsere Bohrschrauben sind bereits mit einer EPDM Dichtscheibe versehen.

    Geschraubt wird grundsätzlich auf der Hochsicke.

     
  • Länge der Trapezbrücke?

    Bei Quermontage ist die Länge der Trapezbrücke nicht entscheidend, da sie ja parallel zur Hochsicke verläuft.

    Bei Montage der Module in Hochkant muss die Trapezblechbrücke mindestens von Hochsicke bis Hochsicke mit voller Überdeckung reichen zzgl. etwas Überstand an den Seiten. Bei einem Standard Trapezblech vom Typ 35/207 beträgt die volle Überdeckung ca. 25cm. Hier sind unsere 35 cm Trapezbrücken gut geeignet. Bei größeren Sickenabständen sind evtl. individuelle längere Zuschnitte zu verwenden. Bei uns erhalten Sie das Trapezblechprofil auch als Meterware (Original Schienenlänge beträgt 620 cm).

Vorgehen Installation:


  • Schritt 1. Dach vermessen sowie Position der Trapezblechbrücken festlegen. EPDM Dichtband auf die Unterseite Trapezbrücken aufkleben. Es ist ausreichend nur jeweils einen Streifen im Bereich der Hochsicke anzubringen (mit ausreichend Überlappung). Je Trapezblechbrücke benötigen Sie je nach Ausführung 2 oder 4 Bohrschrauben.

    Hinweis für die Installation in Quermontage (nur Art. 1417 / 1418):
    Die Trapezblechbrücken werden parallel zur Hochsicke auf dem Trapezblech installiert. Beachten Sie, dass es somit zu einer Linienlast auf der Hochsicke kommt. Achten Sie daher auf ausreichende Tragfähigkeit Ihres Trapezbleches und der Dachkonstruktion. Diese ist im Zweifel durch einen Baustatiker freizugeben. Tipp: Installation im "Wechsel". Es wird nicht immer auf der selben Hochsicke installiert, sondern für jede zweite Brücke wird die nebenliegende Hochsicke verwendet. Dieses führt zu einer Entlastung.

    Bei Installation im Hochformat verteilt sich die Last immer auf zwei Hochsicken, was statisch besser ist.

 

Installationsschema für Hochkantmontage. Quermontage entsprechend 90° gedreht (Quermontage nur mit Artikel #1417 / 1418 möglich, für diese Brücke ist das EPDM bereits angebracht und es sind 2 Bohrschrauben ausreichend)

 

 

 

  • Schritt 2: Brücken ausrichten und festschrauben

    • Je nach verwendeter Bohrschraube und Trapezblechbrücke ist das Alu ggf. vorzubohren. Das Trapezblech selber darf nicht vorgebohrt werden.

      Es ist stets eine EPDM Dichtung zwischen Montageprofil und Trpazeblech im Bereich der Hochsicken anzubringen (sofern nicht vormontiert)´.


  • Die Bohrschrauben dürfen nicht überdreht werden.

 

 

 

  • Schritt ´3: Modulklemmen montieren

    • Die gerahmten Solarmodule werden mittels End- und Mittelklemmen befestigt.

      Hierzu den Nutenstein (D) in den oberen Nutenkanal schwenken und einklicken. Die Endklemme (C) bzw. Mittelklemme (E) mit dazugehöriger Innensechskantschraube (A) in den Nutenstein drehen und festziehen (Anzugsmoment bis max. 18 Nm je nach Modulhersteller). Die Unterlegscheibe (B) dient als Distanzstück. Für Zwischenrahmenhöhe (wie 32mm, 38mm, 42mm ist diese nicht notwendig).
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